nordvind: ich hab des nachts geträumet

Hier die Version der Musikformation nordvind des Liedes: ich hab des nachts geträumet … 

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3. ARS et CULTURA 2012 in Bexbach

3. internationales Mittelalter-Event auf über 5.000 qm für die ganze Familie und Fans rund um das Thema Ritter, Reiter und Mittelalter.

Termin: 14. und 15. April 2012, von 11:00 bis 22:00 Uhr am Samstag und am Sonntag von 11:00 bis 18:30 Uhr

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66450 Bexbach / Saar, Utopion Gelände
14. und 15. April 2012, von 11:00 bis 22:00 Uhr am Samstag und am Sonntag von 11:00 bis 18:30 Uhr

Programm:

Zur Person: Knut I. Eriksson

Knut I.
(* um 1160; † 8. April 1196), in Schweden Knut Eriksson genannt, war von 1167 bis 1196 König von Schweden. Er war der Sohn von Erik IX. dem Heiligen und  Kristina Björnsdotter von Dänemark.

Nach dem Tod seines Vater um 1160 wurde Knut von seinen Gegnern besiegt und war gezwungen, das Reich zu verlassen. Nach einer späteren Chronik aus dem 15. Jhdt. hielt er sich drei Jahre in Norwegen auf. Dieser Hinweis fehlt jedoch in den norwegischen Königschroniken, vermutlich aus dem Grund, dass der Chronikverfasser Knut mit seinem Sohn Erik verwechselte. Knut kam 1167 nach Schweden zurück und tötete (laut dem Västgötalagens kungalängd) König Karl Sverkersson auf Visingsö. Danach musste er eine zeitlang Käpfe auszufechten mit Karl Sverkerssons Verwandten  Kol und Burislev, die für den Sverker-Clan (sverkerska ätten) Anspruch auf die Krone erhoben, mit Unterstützung von Dänemark.

Nachdem die Konkurrenten besiegt oder getötet waren (cirka 1172-1173) war Knut (lt. dem Västgötalagens kungalängd) 23 Jahre lang der unbestrittende Herr über Schweden.

Aus der Zeit von Knut Eriksson stammt das erste bekannte schwedische Handelstraktat mit einem anderen Reich – in diesem Falle Lübeck. Dies wurde eingegangen durch seinen Jarl Birger Brosa (Folkunger-Clan) zwischen Knut Eriksson och Herzog Heinrich der Löwe von Sachsen. Knut stellte ebenfalls um 1185 diplomatische Verbindungen mit England her und bekam in diesem Zusammenhang u.a. eine Rüstung als Geschenk des englischen Königs  Heinrich II.

Knut hielt seine guten Verbindungen zum norwegischen König Sverre Sigurdsson aufrecht, der 1185 Knuts Schwester Margareta heiratete. Das Verhältnis zu den dänischen Königen war eher angespannt.

Laut mittelalterlichen Annalen wurde 1187  Sigtuna unter Knuts Regierungszeit von Seeräubern überfallen und niedergebrannt, laut der  Erikschronik von Kareliern, archeologische Ausgrabungen haben aber jetzt festgestellt, dass es wohl keine Brandschatzung in Sigtuna gab, die mit diesem Ereignis verknüpft werden kann. In der gleichen Quelle wird beschrieben, dass der Erzbischof zum gleichen Zeitpunkt bei Almare-Stäket getötet wurde.

Eine andere Quelle berichtet von Seeräubern aus Estland. Um die Räuber abzuhalten, errichtete Knut Eriksson an der Stelle, wo sich das heutige Stockholm befindet, ein Schloss erbaute, um welches sich nach und nach ein Flecken bildete. Auch das Schloss Kalmar geht zurück auf einen Verteidigungsturm, den Knut Eriksson 1180 erbauen ließ, zum Schutz gegen Piraten und andere Feinde, die von der See her die Stadt bedrohten.

Laut der Sverres saga bekam Knut (und die übrigen nordischen Könige) 1195 einen Brief mit der Bitte um militärischen Beistand vom byzantinischen Kaiser Alexios III Angelos.

Der älteste erhaltene Originalbrief eines schwedischen Königs wurde von Knut unterzeichnet. Acht der neun erhaltenen Originalbriefe waren an das Kloster Viby bei Sigtuna gerichtet. In Knuts Regierungszeit wurde viele neue Münzen geprägt.

Knut starb eines natürlichen Todes 1196 entweder in Eriksberg in Västergötland (lt. Nordisk familjebokKnut, 1911.) oder in  Gäsene (lt. Västgötalagens kungalängd) und wurde in der Klosterkirche in Varnhem (Varnhems klosterkyrka) begraben, wo Magnus Gabriel De la Gardie einige hundert Jahre später einen Grabstein über ihm errichten ließ.

Knuts lange Regierungszeit kann in Schweden als die Zeit angesehen werden, in der die schwedische Staatsmacht anfängt, sich ernsthaft zu etablieren, nach einem kontinentalen Muster mit schriftlicher Zentralverwaltung und dokumentierten diplomatischen Verbindungen zu anderen Reichen. Inwieweit dieser Verdienst eher König Knut oder seinem Jarl Birgerl Brosa zuzuschreiben ist, darüber berichtet keine Quelle.

1196 folgte Sverker II. (Sverker-Sippe) Knut auf den Thron.

Knut hatte mit seiner schwedischen Frau insgesamt 5 Kinder:

  1. Jon, gestorben 1205 in der  Schlacht bei Älgarås
  2. Knut, gestorben 1205 in der Schlacht bei Älgarås
  3. Joar, gestorben 1205 in der Schlacht bei Älgarås
  4. Erikschwedischer König 1208-1216
  5. Sigrid, verheiratet mit Magnus Broka, (vom Bjälbo/Folkunger-Geschlecht), Sohn von Jarl Knut Birgersson, und somit Enkel von Birger Brosa.

Quellen:

Zur Person: Erik der Heilige

Erik IX. der Heilige,
Erik Jedvardsson (auch St. Erik oder Erik den helige), (* um 1120 in Västergötland; † vermutlich 18. Mai 1160 bei Uppsala) war von 1156 bis 1160 König von Schweden und gilt als Schutzheiliger Schwedens. Sein Gedenktag ist am 18. Mai (in Deutschland am 10. Juli).

Die Identität seines Vaters ist unbekannt. Eine Hypothese die vom Namen Jedvard ausgeht, besagt, dass er Engländer war. Nach einer literarischen Quelle soll der Name des Vaters Jedvard Bonde gewesen sein, diese Vermutung wird aber durch historische Schriften nicht gestützt. Erik hatte einen Bruder Joar Jedvardsson. Sämtliche Aussagen über Eriks Herrschaft sind historisch umstritten und möglicherweise lediglich Legenden.

1150 wurde Erik zum König der uppländischen Schweden gewählt. Unter seiner Regierungszeit vollendete man die alte Domkirche von Uppsala, die Erik zusammen mit dem Bischof Henrik einweihte. Wahrscheinlich wurde er 1155 oder 1156 König des gesamten damaligen Schwedenreiches. Innerhalb seines Reiches gab es noch verbreiteten heidnischen Widerstand gegen die Christianisierung, der aber unter Erik nahezu vollkommen beseitigt wurde. Wichtige Etappen auf dem Weg der Christianisierung waren die Ansiedlung der ersten Zisterzienser in Schweden 1143 und der Kirchentag von Linköping, die von Erik gefördert wurden. Er und seine Söhne waren in Auseinandersetzungen mit dem Sverkergeschlecht im die Herrschaft über Schweden verwickelt.

Kurz nach seiner Krönung ermunterte Bischof Henrik Erik zu einem Kreuzzug nach Finnland, um die noch heidnischen Finnen zu christianisieren. Nach harten Kämpfen siegten die Schweden, die ihren Stützpunkt in Turku hatten. Die St.-Eriks-Legende berichtet, wie er am Himmelfahrtstag, dem 18. Mai 1160, bei der Dreifaltigkeitskirche von Östra Aros (Uppsala) vom dänischen Fürsten Magnus Henriksson getötet wurde.
(Dieses Ereignis ist als Szene auch im Film „Arn der Kreuzritter“ zu sehen)

Erik war verheiratet mit Kristina Björnsdotter von Dänemark und hatte zwei Töchter und zwei Söhne:

  1. Knut, König von Schweden 11671196.
  2. Filip.
  3. Katarina, verheiratet mit Nils Blaka.
  4. Margareta, verheiratet mit König Sverre Sigurdsson von Norwegen.

Erik der Heilige ist im Stadtwappen von Stockholm abgebildet.

(weitere Informationen u.a. bei Wikipedia)

Erikska ätten: Das Erik-Geschlecht bzw. die Erik-Sippe

Erik IX der Heilige

Das Erik-Geschlecht oder die Erik-Sippe  ätten war eine von zwei Geschlechtern die sich um die Macht über Schweden schlug ca. zwischen den Jahren  1130 und 1250. Der Name stammt vom ersten König des Geschlechts, Erik den helige (Erik der Heilige), auch Erik Jedvardsson genannt. Das andere Geschlecht im Machtkampf war das  Sverker-Geschlecht.

Die Erik-Sippe gründete das Kloster Varnhem, weshalb viele Mitglieder der Sippe dort begraben sind.

Der letzte Regent war Erik läspe och halte, der kinderlos im Jahre 1250 starb und damit die Herrschaft der Eriksippe beendete. Der Sohn seiner Schwester,  Valdemar Birgersson (Sohn von Birger jarl) erbte die Krone und wurde der erste König des Folkunger-Geschlechts/Bjälboätten.

Valdemars Bruder Magnus Ladulås riss schliesslich mit Gewalt die Krone an sich.